Trends 2011 - Was erwartet uns?

Dezember
2010

Mit welchen Neuerungen können wir 2011 rechnen und wie wirkt sich dies auf die Werbung und den Vertrieb aus? Das iPad war dieses Jahr nur ein Hinweis wohin die Reise geht.


Mobile Endgeräte

Wie auch schon in den letzten drei Jahren ist Apple wieder an der Spitze der innovativen Unternehmen und hat 2010 mit dem iPad erneut Rekorde gebrochen.

Mobile Endgeräte wie iPhone, Android Phones und andere Smartphones werden den Alltag noch mehr bestimmen. Das iPad war nur der Anfang und weitere Tablets werden Folgen. Der Boom, den dieser Markt erfährt, lässt sich mal wieder gut an Verkaufszahlen aufzeigen. So wurden bis Oktober 2010 insgesamt über 6 Milliarden Apps aus dem Apple App Store herunter geladen.

Im diesem Zuge wird uns auch das Internet immer häufiger begleiten. Auf mobile Endgeräte optimierte Websites, mobile Apps und Location-Based-Services werden zum Standard.

Ich persönlich habe die Entwicklung von Websites bereits auf die Zukunft ausgerichtet, damit diese auch in iPhone, iPad & Co. korrekt angezeigt werden. Dafür musste allerdings eine Optimierung auf veraltete Browser (Internet Explorer 5 & 6) eingestellt werden. Es ist mein Anspruch nach vorne zu schauen, nicht zurück.

Location-Based-Services

Ob diese Dienste 2011 den vollständigen Durchbruch schaffe werden ist noch fraglich, aber durch die leistungsfähigeren mobilen Endgeräte, welche im Smartphone-Bereich nun standardmäßig GPS enthalten, steigt die Wahrscheinlichkeit.

Ortsbezogene Dienste und Argumented Reality werden somit immer mehr aus der Nische herauskommen. Mit Diensten wie Foursquare, Qype, Gowalla, Google Latitude oder Facebook wird der Markt zwar bereits bedient, aber eine einfache, für jeden verständliche und trotzdem umfangreiche Lösung gibt es noch nicht.

Soziale Netzwerke

Schon längst sind Netzwerke wie Facebook, Youtube, Wer kennt wen oder die VZ-Netzwerke auch in Deutschland zu einem zweiten Internet gereift.

Allein Facebook verzeichnet in Deutschland über 13,5 Millionen aktive Nutzer (Stand 20. Dezember 2010) mit steigender Tendenz. In Großstädten wie Berlin (über 1,2 Millionen Nutzer), München (über 800.000 Nutzer) oder Köln (über 500.000 Nutzer) ist nahezu jeder Zweite Einwohner ein Facebook-Nutzer.

Und genau hier steckt das größte Potential: Nämlich in der Kombination von sozialen Netzwerken, Location-Based-Services und der Vermarktung von Produkten oder Dienstleistungen. Nie konnte ein Unternehmen die Zielgruppe so direkt ansprechen und muss kaum Streuverluste in Kauf nehmen.
Diese Präzision hatten nicht einmal große Unternehmen, welche hohe Budgets in Marktforschungs- und Zielgruppenanalyse investiert haben. Auch kleine Unternehmen können genau von diesen neuen Möglichkeiten enorm profitieren, da die Maßnahmen bezahlbar, präzise ausgerichtet und vor allem regional eingegrenzt werden können.

Möchte ich als Unternehmen in Palma de Mallorca vielleicht nur die dort ansässigen Deutschen ansprechen, so kann ich auch das präzise in z.B. Facebook einstellen und erhalte damit eine sehr überschaubare Zielgruppe von nur 400 Personen.

Aähnlich verhält es sich mit Google AdWords. Mehr dazu in dem Artikel "Google AdWords - Sinnvoll oder nicht?".

Presse, Wikileaks und Zensur

Ein Thema, welches uns zunehmend beschäftigen wird, ist die Pressefreiheit und die Zukunft der Presse. Wir fassen diese Pressefreiheit als natürlich auf und sie ist nicht wegzudenken.

Dabei ist dieses Privileg keinesfalls als Automatismus zu verstehen. Die jüngsten Vorfälle in Ungarn zeigen, dass selbst in einem Land der EU mit der Verabschiedung eines neuen Mediengesetzes, welches zur Offenlegung von Quellen verpflichtet, sollten die Inhalte als staatsgefährdent eingeordnet werden können, die Pressefreiheit schnell eingeschränkt werden kann.

Anbieter wie Wikileaks, oder die in Gündung befindende Website OpenLeaks, werden vermehrt auftreten um die Pressefreiheit auch auf einer weiteren Ebene, insbesondere für Quellen, zu fördern. Auch für Zeitungen werden solche Dienste auf Dauer interessanter, da Wikileaks die Daten vorab nur an wenige ausgewählte Zeitungen heraus gibt.